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Vetterhöhle


Ausgehend von dem Gedanken, dass die Höhlen unter der Schwäbischen Alb miteinander verbunden sind, suchten Höhlenforscher schon lange einen trockenen Zugang zur Blautopfhöhle. Denn der bekannte war nur auf dem Tauchweg möglich und mit vielen Anstrengungen und Risiken verbunden.
Mitte der 1950er Jahre wurde der Blaubeurer Bürger Karl Vetter durch einen kalten Luftstrom auf eine mit Hangschutt verfüllte Karstspalte aufmerksam. Gemeinsam mit einigen Freunden grub er an dieser Stelle wenige Meter erfolglos in die Tiefe. Da schon damals ein Zusammenhang mit dem nahegelegenen Blautopf vermutet wurde, führten Anfang der 1960er Jahre einige Höhlenforscher um Manfred Keller einige Meter unterhalb der alten Grabungsstelle eine weitere, leider ebenfalls ergebnislose Grabung durch.

2002 begann eine Gruppe von Höhlenforschern, die später die Keimzelle des Höhlenvereins Blaubeuren bildeten, unter Einsatz bergmännischer Verbautechniken die Karstspalte von ihrer Verfüllung zu befreien.
Diesmal wurden die Maße des Schachtes mit 1,4 x 1,8 Meter deutlich größer angelegt, als bei der historischen Grabung in den 60er Jahren. Der Schacht wurde mit am Ort gefällten Baumstämmen bergmännisch verbaut.

  Engstelle beim Befahren der Vetterhöhle.   Drachenfelsgang - Der Drachenfelsgang ist am eindrucksvollsten mit Tropfsteinen geschmückt.

Februar 2006 war man bei 22 Meter Tiefe angelangt und es zeigten sich die ersten mit viel Optimismus als Höhle zu bezeichnenden Spalten.
 
Im Mai 2006 wurde bei 38 Meter Tiefe der Durchbruch in die "Herbert Griesinger Halle" erzielt. Von dort aus musste ein etwa 20m langer Schluf durch den Versturz gegraben werden, immer dem Luftzug nach.
Die Grabung endete mit der Entdeckung des "Palastes der Winde". Von dort aus wurde weiter nach einer Fortsetzung gesucht und in Form zweier Schächte auch gefunden.
Im Juni 2006 erfolgte der Durchbruch in das große Höhlensystem mit der Entdeckung der "Walhalla", einem der größten Karsthohlräume der deutschen Mittelgebirge. Es folgten viele Vermessungtouren, wobei Ende Juli 2006 der "Drachenfelsgang" entdeckt wurde. Bei weiteren Erkundungen im Nordgang wurde am 22. September 2006 erstmals das "Wolkenschloss" von der lufterfüllten Vetterhöhle aus befahren.

Seither laufen mehrere geologische und biologische, wissenschaftliche Arbeiten in der Vetterhöhle. Um den vermessenen Höhlenplan sehr genau im Geländemodell verankern zu können, fanden mehrere Peilaktionen mit einer selbstgebauten Langwellen-Peilausrüstung statt.

Januar 2008 bis Juli 2009 wurde am nördlichen Höhlenende zum "Knöpfchensinterschacht" ein weiterer Eingang gegraben, der einerseits einen dauerhaften Zugang für die Höhlenforschung gewährleisten soll und andererseits die Forschung in dem bislang schwer zugänglichen Bereich erleichtern wird.


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