Stadtnachricht

Venus empfängt wieder Besuch


Das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren (urmu) öffnet am Freitag, 15. Mai 2020, nach rund neun Wochen der Schließung wieder seine Pforten. Zu den gewohnten Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags jeweils 10 bis 17 Uhr) können Besucher dann wieder die eiszeitlichen Figuren Venus, Wasservogel & Co ansehen. Im Innenhof des Museums im Schatten des Wallnussbaums können sie an den Wochenenden und den Ferien aber auch auf Abstand an Arbeitsstationen selbst steinzeitliche Werkzeuge ausprobieren und mit Naturmaterialien arbeiten. Die Steinzeitwerkstatt oder die Welterbeführungen müssen bis auf weiteres leider ausfallen.
 
Auch die Tourist-Information der Stadt Blaubeuren öffnet im Museumsgebäude, dem Fachwerkjuwel des Heilig-Geist-Spitals, wieder ihre Pforten und steht mit Prospektmaterialien und individueller Beratung zur Verfügung.
 
Bei der Wiederöffnung setzt das urmu auf die Sicherheit seiner Gäste und Mitarbeiter und hat ein Hygienekonzept erstellt, welches das Tragen von Mund-Nase-Masken sowie die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln einschließt. Es sind nicht mehr als 25 Besucher gleichzeitig im Museum zugelassen und für die einzelnen Räume gibt es Obergrenzen. Insgesamt sollte etwas mehr Zeit für den Besuch eingeplant werden, vor allem an den Wochenenden. Dafür hat man die Chance auf eine ganz persönliche und ungestörte Begegnung mit den einmaligen eiszeitlichen Ausstellungsstücken.
 
„Besonders freuen wir uns darauf, bald auch unsere Sonderausstellung anlässlich des 600-jährigen Bestehens des Spitals eröffnen zu können“, sagt Dr. Stefanie Kölbl, geschäftsführende Direktorin des Museums. Einen Teil der diesjährigen Sonderausstellung, die sich mit dem Thema der Fürsorge und der Geschichte des Museumsgebäudes befasst, hatte das urmu während der Corana-bedingten Schließung online auf seiner Homepage veröffentlicht. „Ende des Monats werden wir dann auch real unsere Sonderschau zeigen“, sagt Kölbl weiter, „wir haben unser Thema weiterentwickelt und werden uns nach der Wiederöffnung in der ehemaligen Kapelle des Spitals dem Thema der Krankenpflege, und wie sie seit Anbeginn der Menschheit praktiziert wird, zuwenden.“
 
Das urmu liegt in unmittelbarer Nähe der Steinzeithöhlen, die von der UNESCO 2017 zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Als das zentrale Museum für Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Forschungsmuseum der Universität Tübingen stellt das urmu das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren vor. Höhepunkte sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit Originalfunden aus der Region. Prominentestes Exponat ist das Original der „Venus vom Hohle Fels“.
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Redakteur / Urheber
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