Stadtnachricht

Stadt erweitert Kreis der Berechtigten für die Notbetreuung


Seit die Kindereinrichtungen und Schulen im ganzen Land wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, bietet die Stadt Blaubeuren für Kindergartenkinder und Schulkinder der Klassenstufen 1 bis 6 unter der Woche und in den Ferien eine Notbetreuung an.
 
Die Notgruppenplätze sind derzeit reserviert für Kinder von Eltern, die in der sog. kritischen Infrastruktur arbeiten, also beispielsweise pflegerisches und medizinisches Personal. Die Landesregierung ermöglicht jetzt den Kommunen, den Kreis der Berechtigten weiter zu fassen. Die Stadt Blaubeuren lockert daher die bisher geltende Regelung, nach der beide Sorgeberechtigten in „systemkritischen“ Berufen tätig sein müssen, um einen Notgruppenplatz in Anspruch nehmen zu können.
 
Ab sofort können auch Eltern, bei denen nur ein Elternteil in einem Krankenhaus, einem Alten- und Pflegeheim oder einer Behinderteneinrichtung medizinisch, pflegerisch oder therapeutisch arbeitet, für ihr Kind einen Platz in einer Notgruppe beanspruchen, falls erwiesenermaßen keine Betreuungsmöglichkeit durch den Partner besteht. Notwendig ist außerdem eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers, dass die Fachkraft in der Einrichtung dringend gebraucht wird.
 
Mit den freien Trägern von Kindereinrichtungen ist die Stadt diesbezüglich in Gesprächen. Anlass für die Neuregelung ist der zunehmende Personalmangel im Gesundheitsbereich.
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Redakteur / Urheber