Stadtnachricht

Sonderausstellung 2017: Als die Steine noch lebten
150 Millionen Jahre Albgeschichte


Wo heute der raue Wind über die Hochfläche der Schwäbischen Alb streicht, erstreckte sich vor etwa 150 Millionen Jahren ein warmes, tropisches Meer. Zwischen prächtig bunten Korallenriffen tummelten sich Fische und Schildkröten. Aus den kalkigen Überresten mikroskopisch kleiner Tiere, Schwämmen und Korallen entstand über Jahrmillionen das Gestein, das als mächtige weiße Wand die Schwäbische Alb charakterisiert. Die Landschaft rund um Blaubeuren zeugt von solch vielschichtigen geologischen Prozessen. Zweimal formte ein Meeresvorstoß die Landschaft, die Gesteinsschichten wurden gekippt und gehoben und vom Wasser wieder ausgehöhlt. Die neue Sonderausstellung im Urgeschichtlichen Museum zeigt vom 1. April 2017 bis zum 7. Januar 2018 Fossilien des Jurameers und des späteren Molassemeers sowie Erscheinungen der Verkarstung. In einem großen Gemeinschaftsprojekt ist dazu ein Korallenriff aus Wolle entstanden – gestrickt, gefilzt, gehäkelt. So verbinden sich die stummen steinernen Zeugen der Tropen mit dem wärmenden Garn der albtypischen Schafe.
 
Das urmu ist das zentrale Museum für Altsteinzeit in Baden-Württemberg und stellt das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren vor. Höhepunkt sind die älteste Kunst und die ältesten Musikinstrumente der Menschheit mit zahlreichen Originalfunden aus der Region.
 
Öffnungszeiten in der Sommersaison bis 30. November: Di. bis So. 10 bis 17 Uhr
(Karfreitag geschlossen; Ostermontag, Pfingstmontag und 3. Oktober geöffnet)
 
Weitere Infos unter www.urmu.de
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Redakteur / Urheber
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