Rusenschloss Bild Dr. Spang
Quelle: Dr. Spang

Stadtnachricht

Burgruine Rusenschloss gesperrt


Die erforderliche Sanierung der Burgruine Hohengerhausen, im Volksmund Rusenschloss genannt, wird vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm, federführend durchgeführt. 
 
Im Zuge von näheren Untersuchungen an der Burgruine und den tragenden Gesteinsformationen wurde jetzt erkannt, dass auch die Besucherplattform aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. Bisher waren nur die unterhalb der Ruine verlaufenden Wanderwege gesperrt worden.  
 
Nach dem Ende der diesjährigen Brut- und Vegetationsperiode konnten nun die ersten näheren Untersuchungsarbeiten an den tragenden Fels- und Gesteinsformationen vorgenommen werden. Dazu musste zunächst die unmittelbare Umgebung der Ruine sowie die darunter befindlichen Felshänge vom Bewuchs befreit werden. Die freigelegten aber dennoch schlecht einsehbaren Felshänge und Mauerwerksbereiche wurden im Anschluss daran mit einer Kameradrohne abgeflogen. Dabei wurden hochauflösende Filmaufnahmen erstellt, um präzise Angaben über die vorhandenen Schäden zu erhalten. 
 
Leider stellte sich dabei der vorgefundene Zustand der Felsen schlechter dar als zunächst angenommen. Die Auswertung der Kameraaufnahmen durch das beauftragte Ingenieurbüro für Felssicherungen, Dr. Spang aus Esslingen, zeigten an zwei Bereichen direkt unterhalb der Burg besorgniserregende Zustände. Tragende Gesteinsformationen drohen sich abzulösen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass Teile der Besucherplattform in Mitleidenschaft gezogen werden.
 
Im Hinblick auf die anstehende Frostperiode wird daher als zusätzliche vorbeugende Sicherheitsmaßnahme eine Sperrung der Aussichtsplattform für notwendig erachtet. Die unterhalb der Ruine verlaufenden Wanderwege bleiben weiterhin gesperrt (u. a. auch der Zugang zur Großen Grotte). 
 
Die Sanierungsmaßnahme umfasst zwei Abschnitte: Zunächst ist vorgesehen, die betroffenen Felsbereiche zu ertüchtigen. Hier sind Verfestigungen und Verankerungen der losen Gesteinsmassen vorzunehmen. Im direkten Anschluss daran wird die eigentliche Burgruine selbst saniert. Ausgewaschene Lagerfugen sind zu ergänzen und lockere Mauersteine werden wieder in das Gefüge eingebunden.
 
Die Arbeiten beginnen im Sommer 2016 nach dem Ende der kommenden Brutsaison geschützter Vogelarten. Die Dauer der Sanierungsarbeiten können noch nicht abschließend festgelegt werden, sie dauern jedoch mindestens bis Ende 2016 an. Die Sanierungsmaßnahmen sind mit der unteren Naturschutz- und Denkmalschutzbehörde sowie der unteren Forstbehörde abgestimmt. Diese begleiten die Vorbereitung und Durchführung der Maßnahmen im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs.  
 
Die Bevölkerung wird um Verständnis und insbesondere um Beachtung der Sperrungen gebeten.
Redakteur / Urheber
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Redakteur / Urheber
Vermögen und Bau Amt Ulm, Mähringer Weg 148, 89075 Ulm

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