Informationen zum Breitbandausbau
Mit Unterstützung von Bund und Land baut die Stadt Blaubeuren das Glasfasernetz in bisher unterversorgten Bereichen aus. Ziel ist eine zuverlässige und zukunftssichere Internetversorgung für Haushalte, Unternehmen, Schulen und öffentliche Einrichtungen.
Die sogenannten Weißen Flecken wurden durch ein Markterkundungsverfahren ermittelt. Der Glasfaserausbau erfolgt schrittweise: Zunächst wird das Netz an das überörtliche Backbone angebunden. Anschließend werden die Ausbaugebiete erschlossen und die förderfähigen Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen.
Zum Ausbau gehören die Schulstandorte und Gewerbegebiete in Blaubeuren und Gerhausen sowie die unterversorgten Bereiche in Asch (nördlicher Teil), Wennenden und Sotzenhausen.
Der Glasfaserausbau in Blaubeuren wird mit Fördermitteln des Bundes und des Landes Baden-Württemberg unterstützt.
Nach den vorläufigen Förderbescheiden belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf rund 5,42 Millionen Euro. Davon fördert der Bund rund 2,71 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg rund 2,17 Millionen Euro.
Den verbleibenden Eigenanteil übernimmt die Stadt Blaubeuren.
Die Fördermittel schaffen die Grundlage für den Ausbau eines leistungsfähigen und zukunftssicheren Glasfasernetzes in bislang unterversorgten Gebieten.
Berücksichtigt werden dabei ausschließlich Bereiche, in denen in den kommenden drei Jahren kein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen vorgesehen ist.
Weitere Informationen zum Bundesförderprogramm finden Sie auf der Internetseite des Projektträgers.
https://aconium.eu/kompetenzen/foerdermittelberatung/breitbandfoerderung-gigabit/
Weiße Flecken:
Adresspunkte mit Downloadgeschwindigkeit von weniger als 30 Mbit/s; unterversorgte Gewerbebetriebe und weiterführende Schulen (Einzelfallprüfung).
Graue Flecken:
Adresspunkte mit Downloadgeschwindigkeit zwischen 30 Mbit/s und 99 Mbit/s (hellgraue Flecken); bzw. zwischen 100 und 200 Mbit/s symmetrisch (d. h. auch Upload – dunkelgraue Flecken).
Schwarze Flecken:
Gigabitfähige Anschlüsse von Adressen – keine staatlichen Beihilfen bzw. keine Tätigkeit der öffentlichen Hand zulässig.
FTTC:
Fiber to the curb – Glasfaser bis zu einem Verteilerkasten, von dort über vorhandene Kupferkabel bis in die Gebäude, meist ältere Telefonleitungen. Geschwindigkeit: bis ca. 250 Mbit/s (VDSL/Supervectoring)
FTTB:
Fiber to the building – Glasfaser bis ins Gebäude. Hausverkabelung: Kupfer oder LAN. Geschwindigkeit: bis mehrere Gbit/s
FTTH:
Fiber to the home – Glasfaser bis in die Wohnung. Geschwindigkeit: bis mehrere Gbit/s
Der Ausbau eines Glasfasernetzes erfolgt in drei Schritten:
1. Bau der passiven Infrastruktur
Zunächst werden Kabelschutzrohre, Glasfaserkabel und Verteilerkästen verlegt bzw. montiert. Diese bilden die sogenannte passive Infrastruktur, durch die später die Daten übertragen werden.
Beispiel: Der geförderte Weiße-Flecken-Ausbau der Stadt Blaubeuren.
2. Inbetriebnahme des Glasfasernetzes
Anschließend übernimmt der Netzbetreiber die passive Infrastruktur und installiert die aktive Infrastruktur. Dazu gehören die technischen Komponenten, die das Datensignal über das Glasfasernetz übertragen.
Beispiel: Im geförderten Ausbau der Stadt Blaubeuren übernimmt diese Aufgabe die NetCom BW.
3. Internetanschluss nutzen
Sobald das Netz in Betrieb ist, können Eigentümerinnen und Eigentümer einen Vertrag mit einem Internetanbieter abschließen. Dieser stellt den Internetzugang bereit und unterstützt bei der Einrichtung der Hausinstallation, beispielsweise von Router oder Modem.
Die Wahl des Anbieters erfolgt durch die Kundinnen und Kunden – nicht durch die Stadt Blaubeuren.
Welche Technologie von welchem Anbieter ist an einer konkreten Adresse verfügbar?
Der Breitbandatlas des Bundes gibt Auskunft (auch für Mobilfunk)
Bürgerinformationen des Gigabitbüro des Bundes
Breitbandmessung der Bundesnetzagentur für Internetanschlüsse
Verbraucherportal der Bundesnetzagentur
Internetseiten des Landes Baden-Württemberg zum Breitbandausbau